Herbst

Etwas zur Lebenspflege und Ernährung

Selbst wenn wir das für ein vorwissenschaftliches Weltbild halten, ist es sinnvoll, sich an die Jahreszeiten anzupassen, damit möglichst wenig Qi/Energie vergeudet wird. Der Herbst (so ab dem 7./8. August bis etwa 7./8. November) sammelt die Energie, im Winter gilt es sie dann zu bewahren, um sie dann im Frühling für den Aufbruch und das Wachsen zu nutzen.
Daher geht es in der kalten Jahreszeit um Haushalten mit den Reserven, Ruhe und Stille (das absolute Yin in tiefem Winter). Insgesamt ist die Energie immer mehr nach innen gekehrt. Das zugehörige Organ ist im Herbst die Lunge, das „zarte Organ“, das für die Abwehrkräfte und Verteilung der Körpersäfte zuständig ist, zudem die Leber. Vereinfacht gesagt: während die Jahreszeit den Charakter von Sammeln und Verdichten hat, möchte die Leber dagegen frei und durchlässig sein. Sorgt sie doch dafür, daß die Bahnen durchlässig bleiben. Jetzt gilt es die Gegensätze auszugleichen: die Leber muss verwöhnt werden, damit die Lunge nicht behindert wird. Freilich muß man auch Magen und Milz weiterhin Gutes tun.
Nicht hilfreich ist somit im Herbst folgendes: zu scharfes und stark gewürztes Essen (zu viel Knoblauch z. B.) nur in Maßen. Stattdessen besser alles, was die Natur so gibt, insbesondere leicht Säuerliches wie Äpfel oder Tomaten. Natürlich kommen Pilze und Nüsse/Samen (Walnüsse, Sesam z. B.) auf den Teller. Fehlen sollte nicht der Ingwer: im Sommer zerstreut er die Hitze, im Herbst und Winter treibt er die Kälte aus. Für noch mehr Wärme und Reserveaufbau sollten Sie (so Sie nicht mehr 20 sind) Ginseng öfters als Tee trinken.
Das empfiehlt die TCM auch noch: länger schlafen, öfters ausruhen. Probieren Sie es doch mit mehr Gemütlichkeit.